Kinder sind verschieden, auch hinsichtlich ihrer Legasthenie (LRS).
Manche finden gar nicht ins Schreiben oder Lesen hinein. Anderen gelingt der Start zunächst ganz gut, aber dann geht es nicht richtig weiter. Sie fallen durch anhaltend viele Rechtschreibfehler auf oder durch stockendes, unsicheres Lesen. Häufig ist die Schrift kaum lesbar. Unterschiedliche Bereiche der Schriftsprache können betroffen sein, zum Beispiel:
-
• Laut-Buchstaben-Beziehungen: o oder u, m oder n, g oder k, d oder b?
-
• Silbenrhythmen: malen, ma-len, mal-en, mal-len, ma-le-n?
-
• Wortbausteine (Morpheme): ver-kaufen oder ferkaufen, formen oder vor-men?
-
• Sätze und Satzteile: Wann setze ich ein Komma, wo ist der Satz zu Ende?
Kinder mit Legasthenie (LRS) erleben Schriftsprache in einigen Bereichen oder sogar im gesamten Umfang als anstrengend, kompliziert, undurchschaubar. Sie versuchen, vieles auswendig zu lernen und kommen damit schnell an ihre Grenzen. Gefühle wie Hilflosigkeit, Erschöpfung, Wut und Verwirrung sind die Folge. Ziel meiner Therapie ist es, diese Verwirrung zu beseitigen und das System unserer Rechtschreibung mit dem Kind Schritt für Schritt zu erarbeiten.